Schimmel in der Wohnung hat viele Ursachen

Schimmel kommt in der Wohnung nicht selten vor

Schimmel kommt in der Wohnung nicht selten vor, immerhin geht der Deutsche Mieterbund (DMB) von ungefähr drei Millionen betroffenen Haushalten allein in Deutschland aus. Selbstverständlich gibt es Maßnahmen, einer Schimmelbildung vorzubeugen beziehungsweise schon vorhandenen Schimmel nachhaltig aus dem Haus zu drängen. Das Wichtigste ist dabei das Erkennen und Beseitigen der Ursachen, wofür es kein Allgemeinrezept gibt, da die Situation in jedem Haus eine andere ist. Der Profi bringt dazu sein Wissen und seinen reichen Erfahrungsschatz ein, sodass in jedem Fall eine praktikable Lösung gefunden werden kann, den Schimmelpilz nachhaltig loszuwerden.

Schimmelpilzbefall führt häufig zu Streit zwischen Mietern und Vermietern, manchmal sind auch die Nachbarn involviert. Da geht es dann immer im Zusammenhang mit der Kostenübernahme um Schuldfragen. Das Schwert, das in diesem Kampf stets zuerst gezogen wird, ist das falsche Lüftungsverhalten des Bewohners, was sich aber oftmals als ungerecht herausstellt, wenn ein Sachverständiger darüber ein Gutachten erstellt.

Faktoren, die die Bildung von Schimmel in der Wohnung begünstigen

Dass sich Schimmelpilze gern dort ansiedeln, wo Menschen wohnen, hat einen einfachen Grund: Sie gedeihen exakt bei den Temperaturen gut, bei denen auch wir uns wohlfühlen. Darüber hinaus finden sie in den meisten Materialien, mit denen wir uns umgeben, ein üppiges Nährstoffangebot. Zu nennen wäre da unter anderem:

  • Holz jeglicher Art, Spanplatten
  • Kunststoffe, Gummi und Silikon
  • Lacke, Farben und Klebstoffe
  • Lederwaren
  • Papier und Pappe oder Karton
  • Tapeten und Tapetenkleister
  • Fußbodenbeläge wie Teppiche oder Linoleum

Typische Gründe für Schimmelbefall

Hohe Luftfeuchtigkeit

  1. Hohe Luftfeuchtigkeit Warme Luft kann viel Feuchtigkeit lösen. Kommt warme, feuchte Luft mit kalten Flächen in Berührung, kondensieren dort feinste Tröpfchen zu einem dünnen, nassen und meistens unsichtbaren Film, der die gesamte Fläche benetzt. Dies geschieht schon, je nach Temperaturunterschied, ab einer Luftfeuchtigkeit von gut 65 Prozent. Damit ist bereits eine wesentliche Lebensgrundlage für Schimmelpilze geschaffen. In der kalten Jahreszeit ist der Temperaturunterschied zwischen der Außenwand und dem Innenraum besonders hoch, was feuchte Wände und Schimmelbildung begünstigt. Achten Sie deshalb darauf, dass die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen die Marke von 60 Prozent möglichst selten überschreitet. Dies lässt sich in der Regel mit einem richtigen Lüftungsverhalten erreichen.

Wärmebrücken

  1. Wärmebrücken Dieser Begriff bezieht sich auf alle Situationen hoher Wärmeleitung, wenn also viel Wärme innerhalb kurzer Zeit von innen nach außen diffundieren kann. Die üblichen Verdächtigen für Wärmebrücken sind:BalkoneFensterlaibungenLoggiasRolllädenWintergärten Überall dort bilden sich mit dem vermehrten Kondenswasser auch immer wieder Schimmelpilze. Eine hohe Luftzirkulation beziehungsweise Zug oder Wind wirkt dem entgegen. Aus diesem Grunde finden wir Schimmelpilze oftmals an ganz ruhigen Bereichen, zum Beispiel hinter Verkleidungen, Schränken oder Vorhängen sowie unter Fußbodenbelägen.
  • Balkone
  • Fensterlaibungen
  • Loggias
  • Rollläden
  • Wintergärten

 

Ein Sachverständiger weiß immer guten Rat

Aus einem Gutachten ergeben sich stets die Ursachen der Schimmelbildung. Damit kann oft der Nachweis erbracht werden, dass es nicht unbedingt nur an einem falschen Lüftungsverhalten der Bewohner liegt, was gern als erster „Vorwurf“ angeführt wird. In ungefähr 60 Prozent der Fälle können bauliche Mängel dingfest gemacht werden. Interessant ist dabei, dass Neubauten und modernisierte Altbauten öfter von Schimmelbefall betroffen sind, als Altbauten, die beispielsweise noch einfach verglast sind oder alte Lehmwände haben.

Der tatsächliche Umfang eines Schimmelschadens ist für einen Laien meistens nicht zu erfassen. Der professionelle Schimmelgutachter setzt unter anderem empfindliche Messeinrichtungen nach dem Stand der Technik ein, um den wahren Ursachen auf die Spur zu kommen. Derartige Gutachten erweisen sich auch immer wieder als bahnbrechend, wenn es um Streitfälle vor Gericht geht.