Schadstoffgutachten

Das Schadstoffgutachten hat viele Einsatzgebiete

Am besten schon bevor Sie den Kaufvertrag für eine Immobilie unterschreiben, ist es ratsam, ein Schadstoffgutachten darüber anfertigen zu lassen. Dabei geht es selbstverständlich um unser höchstes Gut, unsere Gesundheit, aber eben nicht nur. Ein solches Gutachten kann Ihnen einen riesigen finanziellen Schaden ersparen, der sich immer dann ergibt, wenn man sich unwissentlich ein überteuertes Sanierungsobjekt andrehen lässt.

Schadstoffgutachten sind von hoher Bedeutung

In den 1970er Jahren kam die Diskussion um die Gefährlichkeit von Asbest auf. Damit begann zugleich ein Umdenken, dahingehend, dass wir uns mit vielen Baumaterialien umgeben, die uns gravierende Erkrankungen einbringen können. Mehr noch, manche Baustoffe enthalten sogar krebserregende Substanzen wie zum Beispiel:

  • Asbest
  • Formaldehyd
  • Holzschutzmittel
  • polychlorierte Biphenyle (PCB)
  • teerhaltige Kleber und Abdichtungen

Durch Grenzwerte oder Verbote konnte diesbezüglich schon viel verbessert werden, dennoch werden noch immer zu viele hochgiftige Substanzen in Einrichtungsgegenständen und in den Baumaterialien eingesetzt. Modernere Ersatzstoffe sind zwar in der Regel weniger belastend, aber weit entfernt von ungefährlich. Die Globalisierung ist in dieser Hinsicht alles andere als segensreich und verschifft gerade PCB in rauen Mengen nach Deutschland.

Gefährliche Schadstoffe torpedieren täglich unsere Gesundheit

Zwar sind die Wohngift-Klassiker Asbest und Lindan in modernen Baumaterialien schon lange verboten, dennoch tauchen sie in Altbauten mit beharrlicher Regelmäßigkeit immer wieder auf. Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind organische Chlorverbindungen, die bekanntlich zu den krebserregenden Substanzen zählen. Sie gehören daher zurecht zu den zwölf Giftstoffen, die als „dreckiges Dutzend“ bezeichnet werden und im Jahre 2001 im Rahmen des Stockholmer Übereinkommens weltweit verboten worden sind.

„Volatile Organic Compounds“ (VOC) bedeutet „flüchtige organische Verbindungen“, die Rede ist hierbei zum Beispiel von Lösemitteln, die typischerweise in Lacken, Farben, Klebern, Bodenbelägen oder in Möbeln enthalten sind. Ätherische Öle enthalten übrigens natürliche Terpene, die zwar chemisch zu den VOC gehören, aber für uns minder problematisch sind. Zu den krebserregenden Substanzen gehört auch das Wohngift Formaldehyd, das sehr verbreitet und hierin zu finden ist:

  • Kleber
  • Spanholz
  • Presskorkplatten
  • Versiegelungen
  • Mineralfaserdämmstoffe
  • älteres Fertigparkett

Wenn es leichtflüchtige organische Verbindungen gibt, dann impliziert das schon, dass es auch schwerflüchtige geben muss. Tatsächlich beeinträchtigen auch die „semivolatile organic compounds“ (SVOC) die Wohngesundheit. Typische Beispiele dafür sind:

  • Flammschutzmittel
  • Holzschutzmittel
  • Lindan
  • PCP
  • Pestizide
  • Teerhaltige Kleber und Abdichtungen
  • Weichmacher

Besonders problematisch für unsere Gesundheit sind daran die poly-aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Darüber hinaus enthalten ältere Dach- und Fassadenplatten gefährliche Asbestfasern. Die Herstellung derartiger Baustoffe wurde 1993 verboten.

Klarheit bringt nur die Untersuchung der Raumluft

Umweltmediziner wissen zu berichten, dass Menschen mit ihren jahrelangen, unangenehmen Krankheitsverläufen ihre ganz persönliche Odyssee von einem Arzt zum nächsten Spezialisten vollziehen, ohne eine Klärung, geschweige denn eine Verbesserung erreichen zu können. In vielen solcher Fälle hat eine baubiologische Untersuchung der Materialien auf chemische und biologische Schadstoffe sowie auf krebserregende Substanzen einen hohen Erkenntnisgewinn gebracht. Allein der als eher harmlos eingestufte Hausstaub kann schier unerträgliche Allergien auslösen. Dies liegt daran, dass unser Hausstaub zu einem großen Anteil aus dem Kot der Hausstaubmilbe besteht und davon schließlich die gesamte Raumluft geschwängert ist.

Gutachten nur durch einen erfahrenen Sachverständigen

Als erfahrene Gutachter und Sachverständige bieten wir fachgerechte Messungen der Raumluft nach dem Stand der Technik an. Neben dem Hausstaub untersuchen wir dabei die Materialien auf chemische und biologische Schadstoffe und ermitteln zugleich die Schadstoffquellen. In dem Gutachten werden alle Messungen grafisch aufbereitet, interpretiert und zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt. Daraus werden unmittelbar konkrete Sanierungsempfehlungen abgeleitet, damit in Zukunft jegliche gesundheitliche Belastung der Bewohner ausgeschlossen werden kann. Insofern lohnt sich die Investition in ein Schadstoffgutachten, die übrigens in sehr vielen Fällen sogar steuerlich absetzbar ist, immer.